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Was ist eine Mezcaleria?

Eine Mezcaleria ist ein Ort der Wechselwirkung. Dort treffen sich Geister und Menschen um sich auszutauschen. Dort wird Mezcal getrunken, das mythische Getränk der Zapoteken  Oaxacas.

Clandestino ist wahrscheinlich die erste Mezcaleria in deutschland. Mit einer Auswahl aus unzähligen handgemachten Mezcal Sorten, raffinierten Cocktail Kreationen sowie  mexikanischer Streetfood, hausgemachten Craft Bier vom Fass, fermentierten Limonaden und einem Ambiente zum chillen mit geräumigen Tischen und einem Lounge Bereich!

Die Bar der Mezcaleria  ist etwas außergewöhnliches. Mit mexikanischem Kunstwerk, Liebe zum Detail und einem Angebot an Drinks, welches in Deutschland (vielleicht) nur in den großen Städten zu finden ist.

Für die Eröffnung haben wir einen Star-Mixologen eingeladen. Dieser wird sie mit seinen außergewöhnlichen Drinks, in solchen Kombinationen begeistern, die sie niemals hätten erahnen können.

Aber ein paar Überraschungen haben wir auch noch parat!

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LETS TALK TACOS

Eigentlich das Essen der Straßen Mexikos, heutzutage gerne als Street Food bezeichnet. Dies klingt hipper und moderner, ist aber auf jeden Fall ein Indikator für die gastronomische Kultur eines Landes. Die Begeisterung und Leidenschaft, die die Mexikaner haben, spiegeln sich im alltäglichen Leben der Mexikaner, insbesondere im Essen wieder. Dort draußen in den Straßen Mexikos ist ihre eigentliche kulinarische Kultur, die jeder zu schätzen weiß, jeden Tag auf´s Neue. Mindestens dreimal.

 

DSCF8157 Wenn also Street Food eine Religion wäre, so wäre Mexiko eine Kombination aus Vatikan, Jerusalem, und Maracana!
Jeder von uns weiß was die Mexikaner essen: Tacos. Das ist uns eingeprägt worden aufgrund der Inszenierungen Hollywoods, die arme Mexikaner in Westernfilmen darstellen, die am Straßenrand Tacos essen.
Die amerikanische Fastfood Industrie hat dafür gesorgt, dass sich das Bild von Tacos in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Was in Amerika entstanden ist, hat jedoch nichts mehr mit den Ursprüngen zu tun.
Tacos bezeichnete eigentlich kein Gericht, sondern eine Art zu essen. Und aus dieser Form des Essens entstand später das originale Gericht des Tacos.
Man isst sein Gericht mit Hilfe von Maistortillas. Und ohne Besteck!
Ein Taco besteht heutzutage aus einer Maistortilla, der aus nixtamalisiertem Maismehl (Mais mit Kalk vermischt und gekocDSCF7827ht) hergestellt wird. Kleine Teigkugeln werden dann zu einem dünnen Fladen gepresst und anschließend auf einer heißen Platte (aus Stein oder Metall) gebacken. Diese werden dann, regional unterschiedlich, gefüllt. Die Füllung kann aus allem möglichen bestehen, z.B. Fleisch, Fisch oder Gemüse.
Wenn man nach Mexiko reist, insbesondere nach Mexiko City, wird man auf jeden Fall mit den Tacos al Pastor konfrontiert.
Überall auf den Straßen stehen sowohl kleinere als auch größere Verkaufsstände, die diese Köstlichkeit zubereiten.Dünne Schweinefleischscheiben werden in einer Mischung von Achiote und Chili mariniert. Diese werden dann auf einem großen Spieß geschichtet und ähnlich wie Gyros gebraten. An beiden Enden befinden sich Hälften einer geschälten Ananas, die mitgebraten werden.
Auf einer heißen Platte daneben werden die Tortillas gebacken. Diese werden dann mit Fleisch, klein geschnittenem Koriander, Zwiebeln und ein wenig Ananas belegt und auf einem Plastikteller mit einem Stück Limette angerichtet. Die Salsas können, je nach persönlichem Geschmack, selber gewählt werden. Genau diese pure Köstlichkeit wollen wir unseren Gästen nahe bringen. Ohne schnick schnack, ohne die Einflüsse Hollywoods. Also gibt es selbstverständlich keine Pseudotacos, die aus frittierten Tortillas (shells) bestehen.
Sondern genauso wie man sie auf den Straßen Mexikos findet: ein Maximum an minimalisierter kulinarischer Kultur, die es schafft selbst vor den großen Fastfood Ketten nicht zu kapitulieren.
In den nächsten Wochen werden wir Tacos aus den verschiedenen Regionen Mexikos anbieten, genauso, wie sie auf den Straßen zu finden sind. Authentisch und kompromisslos wie wir, das Mexican, nun mal sind.

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KUNST IST EIN RADAR…

Roberto Vega gilt als mexikanischer Ausnahmekünstler. In Viersen lässt er an der Großen Bruchstraße ein einzigartiges „Mahnmal gegen die Korruption“ entstehen.

Viersen – Sie war vom ersten Augenblick an auffällig, die rote Außenwand der Mezcaleria Clandestino an der Großen Bruchstraße. In den nächsten Tagen entsteht hier ein einzigartiger Blickpunkt als „Mahnmal gegen Diskriminierung, Korruption und für die kulturelle Entwicklung der Großen Bruchstraße“. Aus Mexiko hat Ioannis Panagou dazu, unterstützt durch seine Crowdfunding-Aktion „Kunst gegen die Miesere“, den mexikanischen Streetartkünstler Roberto Vega (35) zu Besuch, der bekannt ist für seine muralistische Kunst. Die Idee zum  Crowdfunding hatte Panagou, nachdem die bereits zugesagten Fördergelder zur Renovierung der Außenwand aus dem Südstadttopf wieder gestrichen wurden, berichtet er. „Weil die Farbe nicht in das Konzept der Stadtplaner passte.“

„In Mexiko lernte ich die Protestbewegung La Piztola kennen. Mit ihren Kunstwerken in den versteckten Gassen prangern sie Korruption und soziale Ungerechtigkeiten an“, so Ioannis Panagou. „Murales sind überall. An den Restaurants, an den Schulen, an Parkwänden. Ich dachte: Das ist perfekt für Viersen.“ Murales sind Wandmalereien mit nationalen, sozialkritischen und historischen Inhalten, entstanden 1920 nach der mexikanischen Revolution.

Die Protestbewegung La Piztola gründete sich 2006, als Präsident Calderon nach seinem Amtsantritt den Weg zu einem Drogen- und Bürgerkrieg frei machte, der alleine bis 2016 185.000 Opfer forderte. In der Protestbewegung engagieren sich verschiedene Künstler, darunter Roberto Vega aus Oaxaca, der in einer Gruppe von drei Künstlern aktiv ist. Mittlerweile ist die weltweite Kunstszene auf diese Gruppe aufmerksam geworden, die bereits in den großen Museen in New York, Los Angeles oder Berlin ausgestellt hat.

Vega studierte Grafik-Design, arbeitet in einem Atelier. Die Kunst begleitet ihn bereits sein gesamtes Leben, denn die kleine Stadt ist bekannt für die Herstellung traditioneller und künstlerischer Produkte. „Ich habe mein Leben lang viel Kontakt in meiner Heimatstadt mit den unterschiedlichen Kunstformen, sei es Tanz oder Malerei, gehabt“, berichtet Roberto Vega im Interview. Schon während der Schulzeit schuf er seine erste Streetart, arbeitet mit einer Mischung aus Schablonen und Graffiti. „Mit der Veränderung der Gesellschaft verändert sich auch unsere Kunst“, erklärt Vega. „Die ersten Kunstwerke zeigten viele Gewaltdarstellungen. Sie zeigten, wie die Gesellschaft behandelt wurde. Heute möchten wir ein kollektives Bewusstsein schaffen. Wir möchten eine Entwicklung der Gesellschaft herbeiführen, arbeiten mit den Menschen und zeigen in unseren Werken soziale Ungerechtigkeiten auf.“ Heute sind sie „offen“ aktiv, mahnend und aufrüttelnd, nicht mehr versteckt. Roberto Vega verbindet seine Arbeit stark mit den mexikanischen Ureinwohnern, Tradition und Stolz, möchte die Wurzeln stärken, gesellschaftliche Veränderungen begleiten und anstoßen.

Bevor der Künstler in 14 Tagen zurück zu seiner Frau, Rosario Martinez, selber Künstlerin der Gruppe und im 6. Monat schwanger, reist, entsteht täglich ein Stück mehr an der Großen Bruchstraße. Zunächst an der Wandvorderseite, Roberto Vega hat jedoch auch für die Seitenwand noch eine Überraschung in der Hinterhand. Schicht für Schicht trägt er auf, während bei jeder Schicht die Schablone neu angepasst wird. So lässt sich bereits das Mädchen erahnen, dass geschützt eine Algarvenpflanze in den Händen hält. Als Ikone dargestellt, ist sie einem Familienmitglied nachempfunden, als Mahnmal für und in Viersen gegen Diskriminierung, Korruption und für die kulturelle Entwicklung der Großen Bruchstraße um aufzurütteln und zum Nachdenken anzuregen. (re)

Text: Viersen Inside Magazin

Foto: Viersen inside